Günstig umschulden: ein Gebot der Stunde

Kredit Widerruf lohnt sich

Den Immobilienkredit günstig umschulden wird zum Thema. >> Kredit widerrufen Kreditnehmer mit laufenden Finanzierungsverpflichtungen sehen sich seit geraumer Zeit mit einem historischen Tiefstand des Leitzinssatzes konfrontiert. Ließe sich der Immobilienkredit günstig umschulden, so wäre der Einspareffekt signifikant. Doch Kreditinstitute bestehen bei vorzeitiger Kreditablösung auf Entschädigung. Eine Prüfung des Kreditvertragstextes ist empfehlenswert. Sehr häufig zeigt diese Wege auf, wie Sie als Kreditnehmer Ihren Kredit Widerruf geltend machen können – wohlgemerkt ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Den Immobilienkredit umschulden ist für Sie als Immobilien-Kreditnehmer bei der aktuellen „Zins-Großwetterlage“ ein Gebot der Stunde. Hier schlummern enorme Einsparpotenziale. Kreditinstitute stehen dem Wunsch ihrer Kunden nach Umschuldung mit dem Ziel einer Anpassung an die historisch günstigen Zinskonditionen reserviert gegenüber. Die Institute verweisen auf die gesetzliche, kurze Widerrufsfrist im Kreditvertrag und sehen keinen Weg ohne Vorfälligkeitsentschädigung, über die sich das Institut für entgangene Gewinne aus dem beendeten Kredit schadlos hält. Für Sie als Kreditnehmer ist der Vertragsausstieg mit dem Ziel „Immobilienkredit günstig umschulden“ unter dieser Prämisse allerdings nicht lohnend.

Gute Chancen auf Kredit Widerruf

Die Kanzlei Baum – Reiter & Kollegen empfiehlt zum Thema „Immobilienkredit günstig umschulden“ die Überprüfung Ihres Kreditvertrags auf Chancen für einen Kredit Widerruf. Eine Überprüfung von mehr als 2.000 von Mandanten zur Prüfung vorgelegten Kreditverträgen ergab eine Rate von mehr als 80 Prozent fehlerhafter Widerrufsbelehrungen. Diese hohe Quote ist ein Indikator für die Chance auf Kredit Widerruf ohne Vorfälligkeitsentschädigung. In solchen Fällen lässt sich nach einem aktuellen Bundesgerichtshofs-Urteil ein bestehender Immobilienkredit günstig und ohne Vorfälligkeitsentschädigung umschulden.

 

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Provisionen fördern Falschberatung

Interview im Handelsblatt

Prof. Dr. Julius Reiter über Banker, Geld und Kunden

Die kürzlich durchgeführte Studie über das Anlageverhalten von young Professionals hat gezeigt, dass die Banker an ihrem Image arbeiten müssen.

Bevorzugen Sie Provisionen oder Honorarberatung?

Prof. Dr. Julius Reiter: Honorarberatung

Warum?

Prof. Dr. Julius Reiter: Ich halte es für besser, ein transparentes offenes Honorar zu zahlen, als eine verdeckte Provision.

Was spricht gegen Provisionen? 

Prof. Dr. Julius Reiter: Provisionen im Finanzbereich fördern Falschberatung. Ich wage die These, dass vermutlich die meisten Anleger bei ehrlicher Bestandsaufnahme zu der Erkenntnis kommen, dass sie mehr Vermögen hätten, wenn sie ihrem Finanzberater nie begegnet wären.

Welche Nachteile hat dagegen die Honorarberatung?

Prof. Dr. Julius Reiter: Honorarberatung für Vermögen unter 30 000 Euro lohnt sich wohl nicht. Aber: Brauchen Menschen mit wenig Geld wirklich eine Bankberatung für komplizierte Finanzprodukte? Oder sollten sie nicht lieber einfache Produkte abschließen?

Woran scheitert die Honorarberatung bislang in Deutschland?

Prof. Dr. Julius Reiter: Neben dem mangelnden Bekanntheitsgrad gibt es einen Trend bei jungen gebildeten Kunden zur „Geiz ist geil“-Mentalität. Sie lassen sich durch Finanzberater informieren, kaufen dann aber online.

Was sollte sich Ihrer Meinung nach ändern?

Prof. Dr. Julius Reiter: Die Finanzbranche müsste das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Dazu scheint sie aber selbstständig nicht in der Lage zu sein.

 

Quelle: Handelsblatt vom 10.11.2014

Die Fragen stellte Kerstin Leitel.

Interview im Handelsblatt

„Die Banker haben nichts gelernt“

Handelsblatt vom 16. Oktober 2014

Banker ziehen ihre Kunden immer noch über den Tisch, sagen Quirin-Chef Karl Matthäus Schmidt und Anlegeranwalt Julius Reiter. Sie fordern einen Systemwechsel – und warnen von Giftpapieren in den Depots der Kunden.

Die Lehmann Pleite ist sechs Jahre her. Hat sich die Beratung verbessert?

Prof. Dr. Julius Reiter: Ich habe nicht den Eindruck, dass die Beratung besser geworden ist. Wir beobachten weiterhin massenhaft schlechte Beratung. Von einer Kurskorrektur kann keine Rede sein.

Hat sich die Struktur der neuen Fonds verbessert?

Prof. Dr. Julius Reiter: Provisionen sind Renditekiller und sie sind nicht transparent. Nehmen wir nur einmal Mittelstandsanleihen. Hier berichtete mir ein Banker, dass vier Prozent der vom Kunden gezeichneten Anleihe als Kickback bei seinem Institut landen. Davon merkt der Kunde aber nichts, er denkt, dass er nur die ausgewiesenen Transaktionskosten bezahlt.

Von welchen Finanzanlagen würden Sie abraten?

Prof. Dr. Julius Reiter: Bei einem unserer Mandanten haben wir bei einer geschlossenen Beteiligung Weichkosten von 35 Prozent ermittelt. Wie soll sich so eine Unternehmung für die Kunden lohnen? Eine Bewertung des Analysehauses Seppelfricke Family Office kam zu dem Ergebnis, dass 92 Prozent der untersuchten geschlossenen Beteiligungen keinen Mehrwert für den Kunden brachten.

Wie stehen Sie zu Lebenspolicen?

Prof. Dr. Julius Reiter: Bei fast jedem unserer Mandanten stellen wir fest: Die beste Anlageentscheidung ist oftmals die, das Finanzprodukt nicht zu kaufen. Deshalb ist eine Förderung der Honorarberatung so wichtig. Nur ein von Abschlussprovisionen unabhängiger Berater kann den Kunden abraten. Und das ist auch eine Beratungsleistung, die vergütet werden müsste. Denn sie bewahrt den Kunden vor Schaden.

Was halten Sie von einer Honorarberatung?

Prof. Dr. Julius Reiter: Die Leute müssen lernen, dass es keine kostenlose Beratung gibt. Sie zahlen den Berater jetzt schon durch verdeckte Provisionen. Stattdessen sollten Finanzberater ein Honorar bekommen wie Steuerberater und Rechtsanwälte. Die Erfahrungen in Großbritannien und den Niederlanden waren sehr positiv. Beide Länder führten die Honorarberatung ein, weil das Vertrauen der Kunden schwer erschüttert war. Eine Studie unserer FOM Hochschule zeigt für Deutschland ein ähnliches Bild. Sechs von zehn jungen Akademikern treffen ihre Anlageentscheidung ohne jeden Bankberater. Die Branche hat ein Imageproblem und das zu Recht.

Nur die provisionsabhängige Beratung ermöglicht eine Beratung für alle Menschen 

Prof. Dr. Julius Reiter: Das mag das einzige Manko sein. Aber: Brauchen Menschen mit wenig Geld wirklich eine Bankberatung für komplizierte Finanzprodukte? Oder sollten sie nicht lieber einfache Produkte abschließen? Wer die höchsten Festgeldzinsen finden möchte, braucht heute keinen Bankberater mehr. Für den Kauf eines ETF auf den Dax oder S&P 500 wohl eher auch nicht.

Wie innovativ ist der Bankensektor?

Prof. Dr. Julius Reiter: Außer der Verbreitung des Geldautomaten gibt es seit 20 Jahren so gut wie keine Innovation aus dem Bankensektor, die dem Kunden einen Vorteil bringt. Die Quirion-Plattform, auf der online provisionsfreie Finanzprodukte erworben werden können, halte ich aus Anlegersicht für eine wirklich innovative und zukunftsträchtige Neuschöpfung.

Woran krankt die Einführung der Honorarberatung?

Prof. Dr. Julius Reiter: Die Lobbyisten der Finanzindustrie stemmen sich gegen jedwede Änderung. Frei nach dem Motto: „Stumpf ist Trumpf“ soll Regulierung und Transparenz oder eine Systemänderung hin zu Honorarberatung verhindert werden.

Die Regierung plant eine Förderung der Honorarberatung

Prof. Dr. Julius Reiter: Der Versuch, die provisionsbasierte Beratung durch die zahllosen Gesetzesänderungen der vergangenen Jahre zu verbessern, ist gescheitert. Wir brauchen eine strukturelle Änderung. Schon jetzt beobachten wir teilweise einen Käuferstreik. Die Generation Ladekabel ab dem Geburtsjahr 1980 kauft Finanzprodukte jetzt schon nicht mehr in den Filialen. Die Zeit ist reif für Besinnung und einen Kulturwandel in der Finanzberatung.

 

Quelle: zum Interview im Handelsblatt

von Jens Hagen

Wie man mittels Kreditwiderruf viel Geld sparen kann!

 

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Interview zum Kreditwiderruf

Interview zum Kreditwiderruf

WZ vom 03. Oktober 2014

Ein Kreditwiderruf kann Verbrauchern viel Geld sparen. Die Widerrufsbelehrungen in Millionen von Kreditverträgen sind angreifbar. 

 

Wie viele Verträge sind für einen Kreditwiderruf geeignet?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Wir schätzen, dass die Zahl bundesweit im Millionenbereich liegt.“

Wie kommen solche Zahlen zustande?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Allein unsere Kanzlei hat in diesem Jahr bereits mehr als 2000 Verträge überprüft. In mehr als 80 Prozent der uns vorgelegten Fälle war die Widerrufsbelehrung fehlerhaft.“

Welche Konsequenzen hat ein Kreditwiderruf für die Verbraucher?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Nicht immer gibt sich die Bank kampflos geschlagen. Meist können wir erreichen, dass der Kunde aus dem Vertrag entlassen wird und einen neuen Kreditvertrag zu den derzeit marktüblichen erheblich günstigeren Konditionen bekommt.“

Was bedeutet ein Kreditwiderruf finanziell?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Das kommt auf die Höhe des Kredits, die Laufzeit und den Zinssatz an. So wurde etwa in einem Fall für einen unserer Mandanten der Vertrag – es ging um ein Darlehen von 210 000 Euro – auf marktübliche Konditionen umgestellt. Finanzielle Ersparnis in zehn Jahren: 33 000 Euro. Wir haben auch Fälle verhandelt, in denen die Ersparnis im sechsstelligen Bereich liegt. Die meisten unserer Mandanten halbieren ihre Zinslast und zahlen bei gleicher Monatsrate ihren Kredit einige Jahre früher zurück. Das Einsparpotenzial ist also enorm.“

Woran lassen sich fehlerhafte Widerrufsbelehrungen erkennen, die einen Kreditwiderruf ermöglichen?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Hier gibt es zahlreiche Varianten, wir haben schon 250 verschiedene Formulierungsfehler entdeckt.

Zum Beispiel:

Wenn etwa die Widerrufsbelehrung lautet: „Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.“ Das ist irreführend, weil der Kunde dann denken muss, seine Widerrufsberechtigung hänge noch von weiteren Bedingungen ab.“

Viele Verbraucher sorgen sich beim Kreditwiderruf um eine Anschlussfinanzierung?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Das ist unberechtigte Angstmache. Wenn die Banken sich in dieser Weise absprächen, bekämen sie kartellrechtliche Probleme und Ärger mit der Finanzaufsicht. Im Übrigen vermitteln sehr oft Kundenbetreuer einer Bank Mandanten an uns. Wir helfen dann den Kunden, rechtlich aus dem teuren Altvertrag auszusteigen. Der Banker kann so seinem neuen Kunden eine günstige Anschlussfinanzierung vermitteln. Das ist dann eine echte Win-Win-Situation.“

Die Banken halten dass Widerrufsrecht für unangemessen

Prof. Dr. Julius Reiter: „Das Argument zieht nicht. Die Widerrufsbelehrung ist eine wichtige Verbraucheraufklärung. Fehler gehen zulasten des Anbieters. Wird dies nicht konsequent sanktioniert, so wird der Sinn der Widerrufsbelehrung verfehlt. So sieht es übrigens auch der Bundesgerichtshof.“

 

Quelle: zum Interview in der WZ

Das Interview zum Kreditwiderruf führte Peter Kurz

 

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Prof. Dr. Julius Reiter in der Sendung „Markt“ im WDR Fernsehen

Thema: Immobilienfinanzierung: Teure Darlehen

Von 30 befragten Banken waren 24 Banken sofort bereit, eine Anschlussfinanzierung bereitzustellen.

 

zur Sendung

ab Minute 32:30

 

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baum reiter & collegen in RP ONLINE

Wie Wölbern-Anleger Geld zurückbekommen können

Eines der spektakulärsten Strafverfahren wegen vermuteten Anlegerbetrugs wird derzeit vor dem Landgericht Hamburg ausgetragen: Dem früheren Chef von Wölbern Invest, Heinrich Maria Schulte, wird die Veruntreuung von 147 Millionen Euro vorgeworfen. Dieses Geld stammt aus einer Kette an geschlossenen Fonds, in die rund 40 000 Anleger eingezahlt hatten. Dabei wirft die Staatsanwaltschaft Schulte vor, rund 40 Millionen Euro auf ein eigenes Konto überwiesen zu haben und zu wichtigen Teilen für private Zwecke missbraucht zu haben. Schulte erklärt dagegen vor Gericht, kein Geld veruntreut zu haben.

Quelle: RP vom 24.09.2014

Artikel von Reinhard Kowalewsky

gesamten Artikel bei RP ONLINE lesen

Informationen zu Wölbern Invest

„Die Geld-zurückhol-Experten“ – baum-reiter & collegen im „FOCUS“

Der „FOCUS“ stellt die führenden Juristen und Wirtschaftskanzleien Deutschlands regelmäßig in seiner FOCUS-Anwaltsliste vor. In der „Spezial-Ausgabe“ werden 800 führende Rechtsanwälte und Kanzleien gelistet und zum Teil in umfangreichen Portraits vorgestellt. Ab Seite 94 unter dem Titel „Im Kampf gegen die Abzocker“: Eine ausführliche Würdigung der seit Jahren mit Anlegerskandalen, Datenspäh-Affären, Korruption in großen Konzernen und dubiosen Kreditverträgen befassten Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei „baum reiter & collegen“. 

„Die Geld-zurückhol-Experten“ – baum-reiter & collegen im „FOCUS“

(News4Press.com) Der „FOCUS“ stellt die führenden Juristen und Wirtschaftskanzleien Deutschlands regelmäßig in seiner FOCUS-Anwaltsliste vor. In der „Spezial-Ausgabe“ werden 800 führende Rechtsanwälte und Kanzleien gelistet und zum Teil in umfangreichen Portraits vorgestellt. Ab Seite 94 unter dem Titel „Im Kampf gegen die Abzocker“: Eine ausführliche Würdigung der seit Jahren mit Anlegerskandalen, Datenspäh-Affären, Korruption in großen Konzernen und dubiosen Kreditverträgen befassten Düsseldorfer Wirtschaftskanzlei „baum reiter & collegen“.

Die beiden Partner Gerhart Baum und Dr. Julius Reiter werden von FOCUS-Redakteur Axel Spilcker als die „Geld-zurückhol-Experten“ bezeichnet. Das Blatt zeichnet dabei in Wort und Bild ein stimmungsvolles Profil und präsentiert einen gelungenen Einblick in einen typischen Arbeitstag der Kanzlei, der aktuell z.B. vom Engagement für die enttäuschten Prokon- Anleger geprägt ist.

Aber auch der Weg hin zu einer der bedeutendsten Anlegerschutzkanzleien Deutschlands wird präzise und nachvollziehbar aufgezeigt: Von der Gründung der Kanzlei in 2001 zum Eintritt von Reiters ehemaligem Mentor und Bundesinnenminister Gerhard Baum als Partner hin zur heutigen Großkanzlei mit insgesamt 14 Spezialisten aus dem Bank- und Kapitalmarktrecht.

Der Autor zeigt sich beeindruckt von fehlender Scheu vor großen Namen und listet von der WestLB bis hin zum AWD-Gründer Carsten Maschmayer die bedeutenden Fälle der letzten Jahre auf, ohne dabei das Engagement der Kanzlei für die unzähligen Kleinanleger auszulassen, die mit falscher Beratung, verschwiegenen Provisionen und sittenwidrigen Verträgen um ihr Erspartes gebracht wurden.

Die Zukunft von „baum reiter & collegen“ wird als Vision skizziert: Korruptions- und Datenschutz in Großbetrieben ist ein Steckenpferd der beiden Partner. Schon 2009/2010 waren Baum und Reiter maßgeblich an der Aufdeckung umfangreicher Mitarbeiterausspähungen bei der Bahn beteiligt. In Folge des Skandals musste nahezu der gesamte Bahnvorstand um Hartmut Mehdorn abtreten.

Den kompletten Artikel kann man im „FOCUS“ Spezial, Ausgabe Oktober/November nachlesen.

Weitere Infos unter  www.baum-reiter.de

baum • reiter & collegen ist eine der führenden und erfahrensten Kanzleien auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalmarktrechts (Aktien, Zertifikate, Anleihen, Investmentfonds und Derivate, Finanztermingeschäfte und Swaps, Immobilien, Immobilienfonds, Medienfonds, Darlehen). Hierbei vertreten wir bundesweit ausschließlich die Interessen von Privatanlegern und institutionellen Investoren sowie Family Offices, Unternehmen und Kommunen.

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Finanzberatung: Eine empirische Analyse bei Young Professionals

Die Zahl der Selbstentscheider ist weiter gestiegen

von Prof. Dr. Julius Reiter, Prof. Dr. Dr. habil Eric Frère, Alexander Zureck MBA und Tino Bensch MBA

Die dritte Auflage der Studie bestätigt die Ergebnisse der vorherigen Auflagen. Das Vertrauen in professionelle Anlageberater ist gering. Aus der aktuellen Studie geht hervor, dass das Vertrauen der gut ausgebildeten Young Professionals sogar noch weiter gesunken ist.

Prof. Dr. Julius Reiter: „Wir haben diese Befragung bereits zum dritten Mal durchgeführt und stellen fest, dass die Zahl der Selbstentscheider im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gestiegen ist. Vor dem Hintergrund, dass die Komplexität der Finanzprodukte in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat, ist die hohe Quote der Selbstentscheider ein klares Zeichen dafür, dass junge Verbraucher weder den Beratern ihrer Hausbank noch unabhängigen Honorarberatern vertrauen.“

Dies ist insbesondere deshalb problematisch, weil die sogenannten Young Professionals für professionelle Anlageberatung eine interessante Zielgruppe sind. Einerseits weist diese Zielgruppe eine überdurchschnittliche Bereitschaft auf, in komplexe Finanzprodukte zu investieren, andererseits sparen sie auch signifikant mehr als der Bundesdurchschnitt. 

Die Young Professionals schätzen ihr eigenes Verständnis von der Materie hoch ein. Dies drückt sich z. B. darin aus, dass zwei Dritte der Befragten ihre Finanzprodukte über das Internet kaufen.

Prof. Dr. Julius Reiter: „Zahlreiche Kunden nutzen die kostenlose Beratungsleistung der Bank, kaufen aber die Produkte anschließend online. Der Trend zum Online-Banking nimmt zu. Dagegen verliert das flächendeckende Filialnetz zunehmend an Bedeutung. Kunden möchten Finanzgeschäfte per Computer, Tablet, Handy und im persönlichen Gespräch abwickeln. Banken und Finanzdienstleister stehen vor der Herausforderung Lösungen zu entwickeln, die dem Cross-Channel-Verhalten der Kunden entgegenkommen.“

Das Vertrauen der Befragten in staatliche Regulierungsmaßnahmen ist ebenfalls gering. Die Bafin wird z. B. eher als „zahnloser Tiger“ betrachtet. Immerhin 38% der Befragten wären bereit, ein entsprechendes Honorar für eine kompetente Finanzberatung zu bezahlen. An dieser Stelle sieht Prof. Dr. Dr. habil Eric Frère noch Potenzial: „Jeder Fünfte konnte sich bei der Frage nach der Honorarzahlung nicht klar positionieren, was zeigt, dass auf diesem Gebiet nach wie vor viel Aufklärung sinnvoll ist.“

Schrottimmobilien

Haushohes Risiko

Prof. Dr. Julius Reiter in DIE WELT

In den 90er-Jahren wurden tausende Deutsche durch Betrug mit Schrottimmobilien ruiniert. Das aktuelle Klima auf den Finanzmärkten spielt neuen Abzockern in die Hände.

Prof. Dr. Julius Reiter:

„Die Rechtsprechung war damals verbraucherfeindlich … Da spielen sich Dramen ab“

Quelle: welt.de

Der Beitrag stammt von Jan Guldner