Ab dem 21. Juni 2016 läuft eine für Sie sehr wichtige Frist ab. Dies ist die Frist, um Ihren Kredit widerrufen zu können. Denn der Gesetzgeber hat unter dem 21. März 2016 den für Kapitalanleger immerwährenden Widerrufsjoker abgeschafft, auch für Altverträge.

Auswirkungen für die Praxis

Wer seinen Kredit widerrufen will, der muss sich jetzt also beeilen. Der Widerruf des Kredits sollte zur Sicherheit nachweislich bis spätestens zum 21. Juni 2016 bei Ihrem Kreditinstitut eingegangen sein. Somit ist nun zu erwarten, dass viele Kapitalanleger bis zum 21. Juni 2016 Ihren jeweiligen Kredit widerrufen werden. Dies lohnt sich vor allem, da bei einem Widerruf Vorfälligkeitsentschädigungen vermieden werden können und die Konditionen für die Anschlussfinanzierung wegen der Niedrigzinsphase wesentlich günstiger ausfallen.

Kredit widerrufen aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrung

Der Widerruf eines Kredits ist natürlich nicht bei allen Verträgen möglich. Voraussetzung ist die Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung. Die Erfahrung hat hier gezeigt, dass in sehr vielen Fällen die Banken im Rahmen Ihrer Widerrufsbelehrungen von den Vorgaben der amtlichen Musterwiderrufsbelehrung abgewichen sind. Ist dies bei Ihrem Kreditvertrag der Fall, dann können auch Sie mit Erfolg Ihren Kredit widerrufen. Sind Sie sich nicht sicher, ob diese Voraussetzung zutrifft, so lassen Sie Ihren Kreditvertrag anwaltlich überprüfen. Wird im Zuge dieser Prüfung die Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung festgestellt, sollte der Widerruf sofort erfolgen. Sinnvoll ist auch hier, dass der Widerruf aus der Feder eines Anwalts stammt. Dies schreckt viele Kreditinstitute davon ab, es auf ein Klageverfahren ankommen zu lassen.

 

Fazit: Lassen Sie also noch rechtzeitig die Widerrufsbelehrung Ihres Kreditvertrages prüfen, damit Sie noch fristgemäß bis zum 21. Juni 2016 erfolgreich Ihren Kredit widerrufen können.

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