Pressestimmen

 

Justuf vom 01.06.2010, 06/2010

„Anders als es der Begriff vermuten lässt, ist dabei in den meisten Fällen nicht die Immobilie selbst als Substanz Schrott, sondern nur als Kapitalanlage”, so Rechtsanwalt Dr. Julius Reiter. Von Düsseldorf aus vertritt seine Kanzlei Baum, Reiter & Collegen, zu deren Partnern der Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum zählt, bundesweit geprellte Anleger. Schon seit „den Bauherrenmodellen in den 70er Jahren” ist das Phänomen von sogenannten Schrottimmobilien in Deutschland präsent und bis heute aktuell, wie Reiter an einem konkreten Beispiel aufzeigt: „In Norddeutschland, wo die Mietpreise grundsätzlich geringer sind als im Süden, wird eine Wohnanlage gebaut. Ein Strukturvertrieb vermarktet Eigentumswohnungen in dieser Wohnanlage mit 100% Finanzierung. Die geworbenen Anleger aus Süddeutschland, die höhere Kaufpreise gewohnt sind, werden damit gelockt, dass sie Steuern sparen könnten und sich die Immobilie durch Mieteinnahmen von alleine trägt. Schließlich sei die Immobilie ja so herausragend, dass die Bank bereit ist, 100% zu finanzieren. Tatsächlich ist für die Bank bei der Finanzierung nicht der Wert der Immobilie, sondern allein die Bonität des Käufers maßgeblich. Letztlich geht für die Bank die Rechnung dann auch meist auf: Die meisten Schuldner zahlen als eine Art Zinssklave der Bank das ganze Darlehen zurück, der andere Teil der Käufer geht zur Schuldnerberatung und dann in die Insolvenz. So werden Gewinne privatisiert und Verluste auf die Allgemeinheit abgewälzt.

Allerdings beschränkt Reiter seine Kritik nicht nur auf die Banken als Profiteure dieses Geschäftsmodells, sondern macht eine „bankenfreundliche Rechtsprechung” mitverantwortlich: „Die Vertragsfreiheit wird bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit zugelassen. So hat auch der BGH nicht als Korrektiv gedient, sondern ein weitgehend auf organisierte Falschberatung beruhendes Modell sanktionslos gestellt”. Zwar habe der BGH Korrekturen seiner Rechtsprechung zur „Effektivierung des Verbraucherschutzes” vorgenommen. Aber diese Urteile sind aus Reiters Sicht „noch nicht ausreichend um den Beratungssumpf auszutrocknen”. Dabei bestehen die juristischen Fußangeln bei Schrottimmobilien stets in den Haftungsgrundlagen: „Die Kunden kaufen ein Finanzprodukt nur, weil sie dem Berater vertrauen. Das Produkt und das Zahlenwerk verstehen sie meist nicht, weil es zu kompliziert ist. Dies nutzen viele Vermittler aus. Bei der Neuauflage des Schrottimmobilienbetruges werden vom Berater systematisch die Bonitätsunterlagen gefälscht und bei Online-Banken eingereicht”.

Fliegt der Pfusch dann auf, stellt sich den geprellten Kunden bei diesem Geschäftsmodell immer wieder dasselbe Problem: Der Strukturvertrieb ist zumeist innerhalb einer weitgehend vermögenslosen GmbH organisiert und haftungsrechtlich nicht erfolgversprechend greifbar. Der Vermittler hingegen scheidet ebenfalls als Haftungsgegner aus, weil er über keine entsprechende Versicherung verfügt. Deshalb läuft der Geschädigte gegen diese Akteure ins Leere. Als einziger Gegner verbleibt dem Kunden die finanzierende Bank: „Diese ist aber durch die Rechtsprechung haftungsrechtlich abgesichert”. Die Krux: „Die auf Fälschung beruhenden Bonitätsunterlagen werden dem Anleger zu seinen Lasten gelegt. Er gilt als nicht schutzwürdig und muss sogar mit einer Strafanzeige der Bank wegen Betruges rechnen”.

 

Weser Kurier vom 16.05.2010

Unter den zahlreichen Buchtiteln, die zum Thema „Krise der Finanzmärkte” mittlerweile erschienen sind, ragt der Band der Verbraucheranwälte deshalb hervor, weil seine Autoren nicht nur erklären oder Hintergründe aufdecken wollen. Sie wollen dem Verbraucher und potenziellen Anleger auch das Rüstzeug an die Hand geben, um die Spielregeln und Produkte der Finanzmärkte besser zu verstehen.

Und in ihrer Funktion als Verbraucheranwälte wollen sie „vor allem deutlich machen, welche Chancen bestehen, dass betrogene Verbraucher zu ihrem Recht kommen und Schadenersatz erhalten”. Denjenigen, die die Spielregeln der Finanzmärkte, ihre Verflechtung mit der Politik und die teils abenteuerlichen Produkte, die sie fast stündlich neu hervorbringen, näher verstehen will, ist der Band „Abkassiert” zur Lektüre zu empfehlen. Zugleich kann er als ein erstes Nachschlagewerk und als Lieferant für Referenz-Urteile dienen, sollte es darum gehen, bereits entstandenen Schaden aus riskanten Anlageprodukten rückgängig zu machen oder zu begrenzen.

Die Publikation ist aber auch für diejenigen von Interesse, die in der gesellschaftlichen Debatte über Ansatzpunkte für Verbesserungen mitreden wollen, denn das Buch beschränkt sich keineswegs darauf, extreme Negativbeispiele wie obskure Kreditverkäufe, den Umgang mit Lehman-Zertifikaten, den Handel mit Schrottimmobilien oder das vollständige und meist verdeckte Abwälzen von Provisionen und Kick-back-Zahlungen auf den Kunden beim Abschluss von Kapitallebensversicherungen an den Pranger zu stellen.

 

SWR2 Die Buchkritik, von Rudolf Walther, 14.01.2010, 14.55 Uhr

…„Die Autoren argumentieren sachlich und bringen Licht ins Dunkel der Finanzmärkte und die Machenschaften im Bankgewerbe”, lautet das Fazit einer Buchkritik im SWR2 Hörfunk.
„Abkassiert” sei ein „ebenso aktuelles wie starkes Stück Aufklärung”…

 

Presseclub im Ersten vom 20.12.2009

Welch ein Jahr!
Klima – Krise – Kanzlerin
Buchtipp zur Sendung:
Gerhart R. Baum, Julius Reiter, Olaf Methner:
Abkassiert. Die skandalösen Methoden der Finanzbranche

 

Rupertus Blatt vom 13.12.2009

Skandal. Fast jede zweite Familie in Deutschland hat einen Teil ihres Vermögens verloren, weil sie den unsicheren oder gar falschen Versprechungen von Finanzdienstleistern glaubte. Private Vorsorge ist ein Muss für viele Bürger, wenn sie nicht in der Altersarmut landen wollen. Doch die meisten fühlen sich bei konkreten Finanzfragen überfordert und sind auf faire Beratung angewiesen. Die aber ist bei angeblich seriösen Banken und Versicherungen ehr die Ausnahme wie die Autoren an zahlreichen Beispielen und Insiderinformationen zeigen. Die erfahrenen Verbraucheranwälte enthüllen die Geschäftsmethoden der gesamten Branche und ihre Verflechtungen mit der Politik.

 

IVZ-Online vom 26.11.2009

Auch Gerhart Baum, früher Innenminister und heute Autor des Buches „Abkassiert” prangert „die skandalösen Methoden der Finanzbranche” an. Er erinnert daran, dass fast jede zweite Familie in Deutschland Teile ihres Vermögens verloren hat, weil sie den falschen Versprechungen der Finanzdienstleister geglaubt hatte. Gemeinsam mit erfahrenen Verbraucheranwälten deckt Baum die Geschäftsmethoden der Branche und ihre Verflechtung mit der Politik auf.

 

Schwäbische Zeitung vom 21.11.2009

…Der frühere Innenminister Gerhart Baum arbeitet nun als Rechtsanwalt und ist auf Fälle geschädigter Anleger spezialisiert. Unter dem Titel „Abkassiert” berichtet der EX-Politiker, mit welchen Methoden die Abzocker der Finanzbranche ihre Kunden ausnehmen und wie schwer es ist, ihnen das Handwerk zu legen.

 

Du und chexx.de – Dein Stadtmagazin für Berlin vom 01.11.2009

„Neben jeder Menge Geld ging in der Finanzkrise vor allem eines verloren: Vertrauen – das Vertrauen der Anleger in die Banken, das Vertrauen der Banken untereinander, das Vertrauen in die Finanzmärkte, in die Finanzaufsicht und letztlich in das gesamte marktwirtschaftliche System. Was läuft immer noch schief? Was können wir daraus für die Zukunft lernen? Und wie kann gegenseitiges Vertrauen wiederhergestellt werden? Auf diese Fragen geben die erfahrenen Verbraucheranwälte Gerhart Baum, Julius Reiter und Olaf Methner konkrete Antworten” … „anhand zahlreicher Beispiele zeigen sie auch, wie Banken, Versicherungen und andere Finanzdienstleister ihre Kunden trotz gegenteiliger Beteuerungen auch heute noch regelrecht abkassieren. Und sie erläutern, wie neue Rahmenbedingungen für die Finanzmärkte Transparenz und Vertrauen schaffen können.”

 

ÖKO-TEST vom 30.10.2009, 11/2009

…„In ihrem Buch „Abkassiert” rechnen der ehemalige Innenmister Gerhart Baum und seine Kanzleispartner Julius Reiter und Olaf Methner nicht nur mit „skandalösen Methoden der Finanzbranche” ab. Die Autoren schonen auch die Politik, Finanzaufsicht und Richter nicht.” … „Ein Buchkapitel beschäftigt sich mit den vielfältigen Methoden, wie Banken und Versicherer bei Produkten zur Altersvorsorge abkassieren.” … „Solange in Deutschland die Kunden den Anbietern von Finanzprodukten eine falsche Beratung nachweisen müssen, sei wirksamer Verbraucherschutz im Finanzbereich in weiter Ferne.” … „Anlageberatung darf sich nicht mehr allein an den Provisionsinteressen der Anbieter ausrichten. Und: „Falschberatung muss für die Verursacher richtig teuer werden”, so die Autoren.”[/toggle]

Frankfurter Neue Presse vom 29.10.2009

…„Auch Gerhart Baum, früher Innenminister, prangert in «Abkassiert» «die skandalösen Methoden der Finanzbranche» an. Er erinnert daran, dass fast jede zweite Familie in Deutschland Teile ihres Vermögens verloren hat, weil sie den falschen Versprechungen der Finanzdienstleister geglaubt hatte. Gemeinsam mit Verbraucheranwälten deckt Baum die Methoden der Branche und ihre Verflechtungen mit der Politik auf.”

 

Schweriner Volkszeitung vom 26.10.2009

…Die erfahrenen Verbraucheranwälte enthüllen die skandalösen Geschäftsmethoden der gesamten Branche und ihre Verflechtungen mit der Politik. Kunden sind auf faire Beratung angewiesen. Die aber ist selbst bei angeblich seriösen Banken und Versicherungen eher die Ausnahme. Dem Leser werden hier konkrete Hilfen geboten, um die wahren Absichten von Finanzdienstleistern zu erkennen und faire Angebote von Abzockern zu unterscheiden.

 

Wirtschaftswoche vom 26.10.2009, 44/2009

„Provisionshungrige Banker und Finanzvermittler haben in den vergangenen Jahren massenhaft miese Fonds, Zertifikate und Versicherungen verkauft. Wie Anleger jetzt einen Berater finden, dem sie wirklich vertrauen können und warum die Honorarberatung das Modell der Zukunft ist” (Vorspann aus einem Artikel „Besser als Ihre Bank” mit dem Buchtipp Gerhart Baum, Julius Reiter, Olaf Methner „Abkassiert”).

 

Dailynet.de 23.10.2009

…Um Kunden Sicherheit zu suggerieren, würden risikoreiche Zertifikate jetzt schlicht in „Anleihen” oder sogar „Schatzbriefe” umbenannt. Mit der Folge, dass jetzt harmloser klingende Zockerpapiere bereits auf dem besten Weg seien, wieder die gleichen Verkaufszahlen wie vor der Krise zu erreichen.

Wie diese Geschäfte florieren, beschreiben der ehemalige Polit-Profi Baum und seine Kanzleipartner Julius Reiter und Olaf Methner in dem spannenden Buch „Abkassiert” an vielen Beispielen. Schlussfolgerung der renommierten Anlegeranwälte: Solange in Deutschland keine Beweislastumkehr gilt und immer noch die Kunden den Anbietern von Finanzprodukten eine falsche Beratung nachweisen müssen, bleibt wirksamer Verbraucherschutz im Finanzbereich in weiter Ferne. Gegen das skrupellose Abkassieren gebe es nur ein Mittel: „Anlageberatung darf sich nicht mehr allein an den Provisionsinteressen der Anbieter ausrichten. Falschberatung muss für die Verursacher richtig teuer werden.” …Die Anlegeranwälte decken zugleich auf, wo Politiker beim Verbraucherschutz immer noch versagen, weil der lange Arm der Finanzlobby ihre Entscheidungen beeinflusst. …

Gerd Billen, Vorsitzender des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) und Gastredner bei der Buchvorstellung fordert daher im Einklang mit den Buchautoren: „Die BaFin muss endlich zu einer staatlichen Aufsichtsbehörde für wirksamen Verbraucherschutz ausgebaut werden.” …

Auch Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), entrüstet sich angesichts solcher Pläne. „Gerade in Zeiten der Finanzkrise brauchen wir mehr Transparenz, wenn Aufsichtsbehörden tätig werden”, erklärte Deutschlands oberster Datenschützer Schaar auf der Pressekonferenz zur Buchvorstellung. „Die Bürger fragen sich doch zu Recht: Was haben diese Aufsichtsbehörden denn tatsächlich getan, um bestimmte Entwicklungen zu erkennen und dagegen vorzugehen?” …

Für Verbraucherschützer Billen steht deshalb fest, dass das Buch zur Pflichtlektüre für alle Politiker werden soll. Denn „Abkassiert” sei „ein gutes Drehbuch für mehr Verbraucherschutz in den nächsten Koalitionsverhandlungen” – egal in welcher Farbenkombination die Weichen für die Politik am 27. September gestellt werden.

zur Pressemitteilung: „Falschberatung muss richtig teuer werden”

 

Südkurier 16.10.2009

…„Gerhart Baum, früher Innenminister, prangert in seinem Buch „die skandalösen Methoden der Finanzbranche” an. Er erinnert daran, dass fast jede zweite Familie in Deutschland Teile ihres Vermögens verloren hat, weil sie den falschen Versprechungen der Finanzdienstleister geglaubt hatte. Gemeinsam mit erfahrenen Verbraucheranwälten deckt Baum die Geschäftsmethoden der Branche und ihre Verflechtung mit der Politik auf.”

 

Rheinischer Merkur vom 15.10.2009, 42-2009

In ihrem neuen Buch „Abkassiert” prangern… an, dass aus den vergangenen Krisen am Finanzmarkt nicht die notwendigen Lehren zum Schutz der Anleger gezogen wurden. Der Verbraucherschutz in diesem Sektor, so das Trio, ist das „Stiefkind der Nation”. Weder sind Transparenz und Vergleichbarkeit von Finanzprodukten wie etwa Lebensversicherungen oder Bausparverträgen gewährleistet, noch werden Anleger im Streitfalle ausreichend rechtlich geschützt.

Anhand vieler Beispiele zeigen die Autoren, dass bisher immer der Einfluss der Finanzbranche auf die Politik so groß war, dass beinahe jeder Gesetzentwurf für mehr Verbraucherschutz im Finanzmarkt vor seiner parlamentarischen Verabschiedung entschärft und verwässert wurde. Das rächt sich in der Finanzkrise. Mangelnde Transparenz lässt die Anleger das Vertrauen in den Markt verlieren. Deswegen lässt sich, so die Conclusio des lesenswerten Buches, die Krise nur überwinden, wenn die Finanzbranche zu Transparenz gezwungen wird. Auch müsse die Finanzaufsicht zu mehr Verbraucherschutz verpflichtet werden.

 

Südwest Presse vom 14.10.2009

Der frühere Innenminister Gerhart Baum prangert in „Abkassiert” die skandalösen Methoden der Finanzbranche an. Er erinnert daran, dass fast jede zweite Familie in Deutschland Teile ihres Vermögens verloren habe, weil sie den falschen Versprechungen der eloquenten Finanzdienstleister geglaubt hatte. Gemeinsam mit erfahrenen Verbraucheranwälten deckt Baum die Geschäftsmethoden der Finanzbranche und ihre Verflechtungen mit der Welt der Politik auf. Und er erläutert, wie neue Rahmenbedingungen für die Finanzmärkte neues Transparenz schaffen können.

 

Geopolitical.biz 29.09.2009

Sehr empfehlenswerte Lektüre: Schamlos wie die Finanzbranche das Vertrauen der Bürger mit Füßen tritt »Fast jede zweite Familie in Deutschland hat einen Teil ihres Vermögens verloren, weil sie den unsicheren oder gar falschen Versprechen von Finanzdienstleistern glaubte. Private Vorsorge ist ein Muss für viele Bürger, wenn sie nicht in der Altersarmut landen wollen. Doch die meisten fühlen sich bei konkreten Finanzfragen überfordert und sind auf faire Beratung angewiesen. Die aber ist selbst bei angeblich seriösen Banken und Versicherungen eher die Ausnahme, wie die Autoren anhand zahlreicher Beispiele und Insiderinformationen zeigen. In «Abkassiert» enthüllen die erfahrenen Verbraucheranwälte die skandalösen Geschäftsmethoden der gesamten Branche und ihre Verflechtungen mit der Politik. Dabei geht es den Autoren vor allem um eines: dem Leser konkrete Hilfestellung zu geben, die wahren Absichten von Finanzdienstleistern zu erkennen und faire Angebote von Abzockerofferten zu unterscheiden.

zum Artikel

 

Börse Online Graumarktinfo 24.09.2009

Einen symbolträchtigen Tag wählte der rowohlt Verlag für die Präsentation des Buches „Abkassiert”, den 15. September 2009. Genau ein Jahr zuvor hatte die Investmentbank Lehman Brothers Insolvenz angemeldet und damit Schockwellen in der Finanzwelt ausgelöst. Die Gründe für die Finanzkrise beschreiben die drei Anwälte Gerhart Baum, … Julius Reiter und Olaf Methner in ihrem Buch über „die skandalösen Methoden der Finanzbranche”. Sie zeigen auch auf, welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssten, um Verbraucher besser zu schützen. Und warum sie nicht gezogen werden. Gerhart Baum weiß dabei genau, wovon er redet. Er war früher Bundesinnenminster.

Nun arbeitet er als Anwalt in einer Düsseldorfer Kanzlei, in der auch seine Mitautoren tätig sind. Sie schildern krasse Fälle aus ihrer Praxis. Wie Banken und Sparkassen Kredite verkauften und die Kreditnehmer damit in Schwierigkeiten kamen. Wie das Geschäft mit den Lehman-Zertifikaten lief. Warum schon wieder eine neue Welle von Schrottimmobilien droht. Wie der Berliner Senat Zeichner von geschlossenen Immobilienfonds in die Bredouille brachte. Und welche Probleme hinter manchen Angeboten für die Altersvorsorge stecken. Das ist auch für juristische Laien gut verständlich. ….

„Schrottimmobilien 2.0” haben drei renommierte Anlegeranwälte eine neue Variante beim Vertrieb überteuerter Wohnungen getauft. Denn Zielgruppe ist diesmal vor allem die mit dem Web und seinen Möglichkeiten aufgewachsene Generation der Berufseinsteiger. Angesprochen werden sie vorwiegend in lockerer Atmosphäre, etwa auf Partys oder in Diskotheken. …. „Viel verdienen die Jungen Leute in der Regel nicht, das Geld ist knapp. Gerade das nutzen die Vertriebler aus. Sie packen die Opfer „an ihrer empfindlichsten Stelle”, wie die Autoren schreiben. Am Anfang wären vielleicht ein paar zusätzliche Euros fällig, die aber durch Steuerersparnisse aufgefangen würden, und schon bald wäre mit Auszahlungen zu rechnen.”

zum Artikel: „Ratgeber – Abkassiert”

zum Artikel: „Schrottimmobilien – Anpirschen auf der Party”

 

Forum Immobetrug 20.09.2009

Totalverlust, Kreditverkauf, Zwangsvollstreckung, Insolvenz, Hartz IV. Das ist für viele Verbraucher und Unternehmer ein Jahr nach dem Zusammenbruch der Lehman-Bank die traurige Bilanz der Finanzkrise. „Doch die öffentlichkeitswirksamen Schwüre von Bankern, Versicherern und freien Finanzvermittlern, aus der Krise gelernt zu haben, entpuppen sich immer mehr als Lippenbekenntnisse denn als biedere Einsicht” … „Um Kunden Sicherheit zu suggerieren, würden risikoreiche Zertifikate jetzt schlicht in „Anleihen” oder sogar „Schatzbriefe” umbenannt. Mit der Folge, dass jetzt harmloser klingende Zockerpapiere bereits auf dem besten Weg sind, wieder die gleichen Verkaufszahlen wie vor der Krise zu erreichen.

…Wie diese Geschäfte florieren, beschreibt …in dem spannenden Buch „Abkassiert” an vielen Beispielen. Schlussfolgerung der renommierten Anlegeranwälte: Solange in Deutschland keine Beweislastumkehr gilt und immer noch die Kunden den Anbietern von Finanzprodukten eine falsche Beratung nachweisen müssen, bleibt wirksamer Verbraucherschutz im Finanzbereich in weiter Ferne. Gegen das skrupellose Abkassieren gebe es nur ein Mittel: „Anlageberatung darf sich nicht mehr allein an den Provisionsinteressen der Anbieter ausrichten. Falschberatung muss für die Verursacher richtig teuer werden.”

 

Süddeutsche Zeitung vom 19.09.2009

…Verbraucher haben es extrem schwer, Angebote sachgerecht zu vergleichen. Und weil das so ist, können ihnen Banken, Versicherungen und so mancher zwielichtiger Berater auch jede Menge Schrott in Form von unnötigen, teuren oder hochriskanten Geldanlagen, Krediten oder vermeintlichen Steuersparmodellen verkaufen. So sehen es jedenfalls der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum…. „Beispiele liefern sie dafür genug: In dem 250 Seiten starken Werk erklärt das Autorentrio nicht nur, wie aus der Finanzkrise eine Vertrauenskrise wurde und warum der Verbraucherschutz „das Stiefkind der Nation” ist. In mehreren Kapiteln schildern sie auch die Geschichte besonders spektakulärer Finanzskandale”…. „Nun könnte man sich in einer freien Marktwirtschaft auf den Standpunkt stellen, dass jeder selbst daran schuld ist, wenn er einen für sich finanziell wenig vorteilhaften Vertrag abschließt. Die drei Autoren kommen jedoch zu einem anderen Ergebnis: Vertragsfreiheit sei nicht grenzenlos, sie bedürfe der Ordnung und der Transparenz, um Waffengleichheit herzustellen. Die wirtschaftlich unterlegene Partei, wie etwa Bank- und Versicherungskunden, müssten die Chance haben, die Vor- und Nachteile zu erkennen, die sich aus einem Vertrag für sie ergeben. Doch davon, das weisen die Anwälte überzeugend nach, ist Deutschland noch weit entfernt.”

zur SZ-Rezension

 

Spiegel-Online 18.09.2009

…„haben nach Jahren praktischer Erfahrung allerdings jede Illusion über die Selbstregulierungskräfte der Branche verloren. In einem Buch* (Anmerkung: „Abkassiert”…) haben sie von der Kreditvergabe über den Zertifikateverkauf bis hin zu windigen Immobiliengeschäften zig Möglichkeiten zusammengetragen, wie Anleger übers Ohr gehauen werden können. Das Fazit ihrer Recherchen: „Falschberatung muss richtig teuer werden.” Im Falle der Banken lautet ihre Forderung: Die Beweislast muss umgekehrt werden. Sobald der Kunde sich betrogen fühlt, müsste die Bank aufzeigen, dass sie unschuldig ist. Im Moment liegt die Bringschuld beim – oft ahnungslosen – Anleger. Um das zu ändern, müsste der Gesetzgeber ran. Doch auf den Druck der Bankenlobby hin wurden radikale Überlegungen schnell fallengelassen. Stattdessen versuchte die Große Koalition, über eine verbesserte Dokumentationspflicht Bankberater in die Pflicht zu nehmen.”

zum Artikel: „Schlechte Bankberatung – Teufelszeug für Ahnungslose”

 

Börsen-Zeitung 16.09.2009

„Anlegerschutz wird derzeit großgeschrieben, und genau ein Jahr nach der Pleite des US-Investmenthauses Lehman war der Termin perfekt gewählt. Bundesinnenminister a.D. nach seiner politischen Karriere als Anwalt für geschädigte Kapitalanleger unterwegs, präsentierte in Berlin zusammen mit den Kanzleikollegen, Julius Reiter und Olaf Methner, das Buch zur Finanzkrise” … „Der schlecht informierte, von provisionsgetriebenen Beratern des Kredit- und Versicherungsgewerbes in risikoreiche Zertifikate und den grauen Kapitalmarkt gelenkte Anleger ist das Leitbild”….

 

Neues Deutschland 16.09.2009″

„Lehman-Pleite, Finanzkrise und milliardenschwere Rettungspakete – welche Schlussfolgerungen hat die Finanzbranche daraus gezogen? Der Schutz der Verbraucher vor unseriösen und hochriskanten Finanzprodukten jedenfalls lässt weiter zu wünschen übrig. Zu diesem Ergebnis kamen auch die drei Autoren von »Abkassiert« und leiten daraus weitgehende Forderungen an die Politik ab” … „Ihr Buch, welches der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Gerd Billen, als »gutes Drehbuch für den nächsten Koalitionsvertrag« bezeichnete, zeige dagegen Wege auf, die »Finanzbranche vor sich selbst zu schützen«, so Reiter. Wie das bewerkstelligt werden soll, ist für Verbraucherschützer Billen klar: Kein Produkt und kein Markt dürfe mehr ohne Aufsicht sein. Damit die Verbraucherorganisationen diese Aufsicht übernehmen könnten, müssten sie aber zunächst ausgebaut werden. Auch Methner warnte davor, den Verbraucherzentralen ausgerechnet in der Krise die Mittel zu kürzen. Es gebe weiter hohen Beratungsbedarf.” … „Die Autoren waren sich einig, dass die neue Bundesregierung den Verbraucherschutz unbedingt auf die politische Tagesordnung setzen müsse. Dazu stellten sie konkrete Forderungen:….”

zum Artikel: „Beraten statt Verkaufen”

 

Stern-Online 15.09.2009

…„Das Cover eines neuen Buchs kommt daher wie Guido Westerwelles Traum-Wahlergebnis: Schwarz-Gelb. Das soll der FDP-Chef lesen. Verspricht jedenfalls sein prominenter Parteifreund und Mitautor Gerhart Baum: „Ich werde dafür sorgen!” Schön wäre es – für die deutschen Verbraucher. Denn die werden schamlos abkassiert”…. … „Denn das Buch enthüllt, mit welchen skandalösen Methoden die Finanzbranche seit Jahrzehnten bei den Verbrauchern absahnt. Wie Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister die Bürger schamlos abzocken – und dank ihrer engen Verflechtungen mit der jeweils regierenden Politik stets neue Chancen bekommen, das Vertrauen der Anleger zu missbrauchen.” … „Das Buch enthält detaillierte Hinweise, wie man sich auf dem grauen Kapitalmarkt schützen kann. Wichtigste Forderung der Autoren: Dass endlich die Beweislast umgedreht wird.” … „Ein Bäcker, der Brötchen backen will, brauche die Meisterprüfung, warnen sie. Die 600.000 Menschen, die in Deutschland Finanzprodukte verscherbeln, dürften dies sogar ohne Schulabschluss tun.” … „Der FDP-Mann Baum sagt: „Unser Buch könnte auch ein Drehbuch sein für aktive Verbraucherschutzpolitik.%rd Könnte sein. Unter zwei Voraussetzungen. Erstens: dass Westerwelle und Merkel es lesen. Zweitens: dass die Bankspenden die Politik Guidos und Angelas nicht sofort wieder einschläfern.”

 

Handelsblatt vom 11.09.2009

…„Hinter dem reißerischen Titel „Abkassiert” verbirgt sich eine der besten Darstellungen des Entstehens der Finanzkrise.” … Die Autoren… „haben eine klar formulierte, gut zu lesende und vor allem sehr gründliche Bestandsaufnahme geschrieben”…. „Wohltuend ist die durchgehende Vermeidung von Polemik und Besserwisserei” … „Dafür werden die Autoren umso deutlicher in der Schilderung der Schieflage, in die die immerhin 40.000 Anleger durch die Lehman-Insolvenz geraten sind” … „Die drei Anlegeranwälte berichten aus ihrer Praxis. Was ihre Arbeit erschwert: Nach der gültigen Rechtslage müssen Anleger vor Gericht eine Falschberatung nachweisen” … „in ihrem Fazit haben die Autoren recht: Diese Krise ist eine Krise des gesellschaftlichen Vertrauens. Und sie ist noch nicht zu Ende.”

 

Heute Journal 11.09.2009

…aber denkt die Branche um? Gerhart Baum, ehemaliger Innenminister hat die Branche scharf im Blick und stellt fest „bislang herrscht business als usual…”

 

kapital-markt intern vom 07.09.2009, 36/09

…„Unermüdlich ist Innenminister a.D. Gerhart Baum… und seine Mitstreiter Julius Reiter und Olaf Methner im Anlegerschutz. Ihren geballten Erfahrungsschatz auch im Umgang mit den Unzulänglichkeiten des deutschen Rechts legen sie aktuell in Buchform vor…. Dabei zeigen die renommierten Anwälte wie schwarze Schafe der Branche Anlegern Geld aus der Tasche ziehen und wie der Staat dieses Treiben durch Politiker und Richter schützt und sogar selbst aktiv mitmischt.”

 

Buchhändler heute vom 01.09.2009, September 2009

Die erfahrenen Verbraucheranwälte enthüllen die Geschäftsmethoden der gesamten Branche und ihre Verflechtungen mit der Politik. Sie möchten damit Verbrauchern konkrete Hilfestellung geben, um faire Angebote von Abzockerofferten zu unterscheiden.