Vorfälligkeitsentschädigung sparen – letzte Chance nutzen!

Hilfe vom Experten unverzichtbar

Gehören Sie eventuell auch zu den Kreditnehmern, die vor Jahren einen teuren Immobilien-Kredit abgeschlossen und dabei eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung von Ihrer Bank vorgelegt bekommen und unterschrieben haben? Dann sollten Sie jetzt schnell handeln. Am 21.06.2016 endet die Möglichkeit, den Immobilie-Kredit mit der rechtsunwirksamen Widerrufsbelehrung zu widerrufen. Der Gesetzgeber hat für alte Immobilien–Kredite diese Möglichkeit eröffnet. Wenn Sie vom Kredit Widerruf Gebrauch machen, können Sie eine vier- bis fünfstellige Summe sparen. Sie können Ihren Altvertrag zum aktuellen Niedrigzins ohne teure Vorfälligkeitsentschädigung umschulden. Allerdings müssen Sie sich beeilen. Aufgrund einer Gesetzesänderung ist es nur noch bis kommenden Dienstag (21.06.2016) möglich den Kredit Widerruf auszuüben.

Wer die Möglichkeit nutzen möchte, ohne teure Vorfälligkeitsentschädigung aus seinem Altvertrag zu kommen, um zu den derzeit günstigen Zinsen im Hypothekenkredit-Bereich umzuschulden, sollte Folgendes beachten. Zunächst muss der Immobilien-Kredit grundsätzlich widerrufbar sein. Die fragliche Widerrufsbelehrung zum Immobilien-Kredit muss überdies fehlerhaft sein. Das kann nur ein spezialisierter Fachanwalt für Sie rechtssicher prüfen. Die Einschaltung des Experten lohnt sich. Er kann den Mehrwert für den Kreditnehmer bei Vergleichsverhandlungen steigern. Der Experte berät Sie auch zur Anschlussfinanzierung. Bevor Sie widerrufen, sollten Sie ein verbindliches Angebot Ihrer anschlussfinanzierenden Bank eingeholt haben. Am Besten geben Sie den komplette Vorgang in die Hand eines spezialisierten Fachanwaltes für Bank- und Kapitalmarktrecht.

Frist läuft bald ab

Wenn Sie sich noch beraten lassen wollen, sollten Sie nicht zögern und schnell handeln. Die Frist zur Erklärung des Widerrufs endet am 21.06.2016.

Doch nicht alle Verträge sind von der Verjährungsfrist betroffen. Wer nach dem 10.06.2010 einen Immobilien-Kredit abgeschlossen hat, kann bei einer fehlerhaften Belehrung auch weiterhin widerrufen. Für Verträge, die seit dem 21.03.2016 abgeschlossen wurden, endet der Widerrufsjoker dagegen nach einem Jahr und 14 Tagen.

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Kredit widerrufen: Frist endet zum 21. Juni 2016

Stichtag: Bis zum 21. Juni Kredit widerrufen

Verbrauchern, die eine teure Immobilienfinanzierung umschulden möchten, ohne hohe Vorfälligkeitsentschädigungen an Banken leisten zu müssen, bleibt wenig Zeit. Wer einen Kredit widerrufen will, sollte schnell handeln.

Das Widerrufsrecht für bis Juni 2010 geschlossene Immobilienverträge erlischt am 21. Juni 2016. Verbraucher, die ihren Kredit widerrufen möchten, müssen nachweislich bis spätestens Dienstag, 21. Juni 2016 zu den üblichen Bürozeiten bei Sparkassen oder Banken den Widerspruch einreichen.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrung

Ca. 80 Prozent aller zwischen 2002 und 2010 abgeschlossenen Baukredite weisen Fehler in der Widerrufserklärung auf. Verbraucher, die einen Kredit widerrufen, können nicht nur Zinsen sparen, sondern auch zuviel bezahlte Summen seitens der Banken erstattet bekommen. Per Gesetz muss ein Baukredit eine Widerrufsbelehrung enthalten, die richtig, verständlich sowie deutlich ist. In der Realität gestalten sich die Widerrufsbelehrungen allerdings häufig fehlerhaft.

Kredit widerrufen: Nach Umschuldung oder Tilgung

Betroffene Kreditnehmer, deren Widerrufsbelehrungen fehlerhaft sind, haben selbst nach Tilgung, Umschuldung oder sonstigen Abwicklungen die Möglichkeit eines Widerrufs. Das Zinsniveau ist derzeit wesentlich niedriger, was dazu führt, dass neue Immobilienfinanzierungen günstiger werden. Durch den Widerruf werden der bestehende Kreditvertrag sowie die Zinsbindung nichtig. Der positive Nebeneffekt: Die Restschuld verringert sich, denn Kreditinstitute müssen die zuviel gezahlten Zinsen an die Kreditnehmer zurückzahlen und die Kreditsumme verringert sich um mehrere tausend Euro.

 

Rückabwicklung bestehender Kreditverträge

Um einen bestehenden Kreditvertrag rückabzuwickeln, muss der Kredit widerrufen werden. Verbraucher scheuen oft den Rechtsweg, der mit hohen Kosten verbunden ist, falls keine Rechtsschutzversicherung besteht. Mittlerweile gehen renommierte Anwaltskanzleien dazu über, die Kreditverträge kostenfrei zu überprüfen. Banken lenken eher ein, wenn der Widerruf seitens eines Anwaltes erfolgt. Häufig werden Vergleiche abgeschlossen, die neue Kreditverträge ermöglichen, ohne dass Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen. Die Frist läuft gegen betroffene Verbraucher. Das Widerrufsrecht erlischt am Mittwoch, 22. Juni 2016, 24:00 Uhr. Verbraucher sollten deshalb zeitnah reagieren und eine anwaltliche Prüfung vornehmen lassen, um in den Genuss vergünstigter Zinsen zu gelangen.

 

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„Wer jetzt nicht seine Verträge prüft, kommt zu spät“

Prof. Dr. Julius Reiter im Interview

Handelsblatt vom 30. Mai 2016

Wer jetzt noch den Widerrufsjoker bei seinem Immobiliendarlehen ziehen möchte, muss sich sputen. Ein prominenter Anlegeranwalt erklärt, wie lange Immobilienbesitzer noch teure Altverträge anfechten können.

Wie lange können Verbraucher ihre hoch verzinsten Altverträge noch kündigen?

Prof. Dr. Julius Reiter: Darlehensnehmer können noch bis zum 21. Juni 2016 ihre Darlehensverträge aus den Jahren 2002 bis 2010 widerrufen. Dabei sollten Verbraucher im Auge behalten, dass die juristische Prüfung der Verträge und der Widerruf selber einige Zeit in Anspruch nimmt, das heißt wer nicht bis Anfang Juni seine Verträge prüfen gelassen hat, kommt zu spät.

Besteht eine Aussicht auf Verlängerung der Frist?

Prof. Dr. Julius Reiter: Nein, eine Verlängerung der Frist ist nicht vorgesehen.

Können sich Kreditnehmer an die Bafin wenden?

Prof. Dr. Julius Reiter: Ja, sie können sich dort beschweren. Aber die Bafin bezieht in der Regel keine Stellung.

Warum eilt die Bafin den Kreditnehmern nicht zur Hilfe?

Prof. Dr. Julius Reiter: Ich habe den Eindruck, dass die Bafin ihre neue Rolle noch nicht angenommen hat. Obwohl durch das neue Gesetz eines der wichtigsten Schwerter des Verbraucherrechtes, nämlich das Widerrufsrecht, ausgehöhlt wurde, versäumt es die Bafin die Kreditnehmer auf das Auslaufen des Widerrufsjokers hinzuweisen. Das widerspricht ihrem Auftrag, denn die Bundesregierung verordnete der Bafin den kollektiven Verbraucherschutz als zusätzliches Aufsichtsziel und neues Leitbild. Stattdessen finden Sie nicht einmal der Website der Bafin einen Hinweis dass das Widerrufsrecht im Juni für Altverträge ausläuft.
Gibt es bei Verträgen nach dem Jahr 2010 denn auch fehlerhafte Widerrufsbelehrungen?

Prof. Dr. Julius Reiter: Bei Darlehensverträgen, die zwischen 2002 und 2010 abgeschlossen wurden, liegt die Fehlerquote bei knapp 80 Prozent. Verträge ab 2010 enthalten deutlich weniger Fehler. Die Fehlerquote liegt da etwa bei 30 Prozent.

Wie hoch ist die Fehlerquote der Banken?

Prof. Dr. Julius Reiter: Bei Darlehensverträgen, die zwischen 2002 und 2010 abgeschlossen wurden, liegt die Fehlerquote bei knapp 80 Prozent. Verträge ab 2010 enthalten deutlich weniger Fehler. Die Fehlerquote liegt da etwa bei 30 Prozent.

Welche Fehler machen die Banken zum Beispiel?

Oft haben sich die Kreditinstitute nicht an die vom Justizministerium abgesegneten Muster gehalten und eigene Formulierungen eingefügt. Wir haben etwa 250 Fehler gefunden. Ein häufig verwendeter Satz lautet „Die Frist beginnt frühestens mit dem Tag des Eingangs des unterschriebenen Darlehensvertrages.“ Kreditnehmern erschließt sich hier nicht der genaue Fristbeginn. Ein anderer Fehler sind hinzugefügte Fußnoten mit dem Hinweis „Frist bitte im Einzelfall prüfen“. Auch hier bleibt der Fristbeginn unsicher. Dazu lässt sich nicht eindeutig bestimmen, an wen sich die Fußnote richtet. An den Darlehensnehmer oder doch an den Finanzberater?

In welchen Fällen lohnt der Widerrufsjoker bei neuen Verträgen?

In der Regel, wenn der Zinssatz gegenüber dem aktuellen erheblich höher ist, wenn eine Rechtsschutzversicherung das Prozesskostenrisiko übernimmt oder das Darlehen bisher nur geringfügig getilgt wurde.

 

Das Gespräch führte Jens Hagen.

Quelle: zum Interview

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Kredit widerrufen

Ab dem 21. Juni 2016 läuft eine für Sie sehr wichtige Frist ab. Dies ist die Frist, um Ihren Kredit widerrufen zu können. Denn der Gesetzgeber hat unter dem 21. März 2016 den für Kapitalanleger immerwährenden Widerrufsjoker abgeschafft, auch für Altverträge.

Auswirkungen für die Praxis

Wer seinen Kredit widerrufen will, der muss sich jetzt also beeilen. Der Widerruf des Kredits sollte zur Sicherheit nachweislich bis spätestens zum 21. Juni 2016 bei Ihrem Kreditinstitut eingegangen sein. Somit ist nun zu erwarten, dass viele Kapitalanleger bis zum 21. Juni 2016 Ihren jeweiligen Kredit widerrufen werden. Dies lohnt sich vor allem, da bei einem Widerruf Vorfälligkeitsentschädigungen vermieden werden können und die Konditionen für die Anschlussfinanzierung wegen der Niedrigzinsphase wesentlich günstiger ausfallen.

Kredit widerrufen aufgrund fehlerhafter Widerrufsbelehrung

Der Widerruf eines Kredits ist natürlich nicht bei allen Verträgen möglich. Voraussetzung ist die Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung. Die Erfahrung hat hier gezeigt, dass in sehr vielen Fällen die Banken im Rahmen Ihrer Widerrufsbelehrungen von den Vorgaben der amtlichen Musterwiderrufsbelehrung abgewichen sind. Ist dies bei Ihrem Kreditvertrag der Fall, dann können auch Sie mit Erfolg Ihren Kredit widerrufen. Sind Sie sich nicht sicher, ob diese Voraussetzung zutrifft, so lassen Sie Ihren Kreditvertrag anwaltlich überprüfen. Wird im Zuge dieser Prüfung die Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung festgestellt, sollte der Widerruf sofort erfolgen. Sinnvoll ist auch hier, dass der Widerruf aus der Feder eines Anwalts stammt. Dies schreckt viele Kreditinstitute davon ab, es auf ein Klageverfahren ankommen zu lassen.

 

Fazit: Lassen Sie also noch rechtzeitig die Widerrufsbelehrung Ihres Kreditvertrages prüfen, damit Sie noch fristgemäß bis zum 21. Juni 2016 erfolgreich Ihren Kredit widerrufen können.

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Neues Gesetz: Widerruf der Immobilienfinanzierung nur noch bis Juni möglich

Verbraucher können mehrere zehntausend Euro einsparen

Die Bauzinsen sind auf einem so niedrigen Niveau, dass es sich lohnt, über eine Umschuldung der bestehenden Darlehen nachzudenken. Für Baufinanzierer bleiben nur noch wenige Wochen Zeit, teure Immobilienkredite zu widerrufen. Stichtag ist hier der 21. Juni 2016. Danach kann der sogenannte „Widerrufs-Joker“ nicht mehr eingesetzt werden. Mit einer sicheren Anschlussfinanzierung wird dieser Schritt wesentlich einfacher. Allerdings wehren sich viele Kreditinstitute gegen den Widerruf durch Privatpersonen, und bestehen auf Einhaltung der bereits abgeschlossenen Verträge.

Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen kosten die Banken viel Geld

Viele ältere Kreditverträge weisen eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung auf und können aufgrund dessen noch heute widerrufen werden. Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung führt dazu, dass sich die Widerrufsfrist von 14 Tagen nicht eindeutig bestimmen lässt und deshalb de facto nicht auslaufen konnte. So können Verträge noch nach Jahren widerrufen werden, ohne dass eine Entschädigung an die Bank fällig wird. Verbraucher haben dadurch die Möglichkeit umzuschulden, ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlen zu müssen. Dieser Widerruf wird häufig verzögert, weil eine Anschlussfinanzierung noch nicht sichergestellt ist. Hier blockieren die Banken zuweilen, da sie nicht bereit sind, eine solche Anschlussfinanzierung anzubieten, geht ihnen dabei doch viel Geld verloren. Das gilt vor allem dann, wenn durch einen ordentlichen Widerruf des alten Vertrages ein Umschulden ohne Vorfälligkeit möglich wird.

Viele Bauherren und Eigenheimbesitzer, die schon vor einigen Jahren ihre Finanzierung abgeschlossen haben, würden gerne umschulden ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung zu bezahlen. Auf diese Weise können sie nicht nur durch verminderte Zinsen bis zu mehreren zehntausend Euro sparen, sondern auch die Vorfälligkeitsentschädigung, die je nach Restlaufzeit erheblich sein kann. Das derzeit sehr niedrige Zinsniveau – die Bundesbank hat die Leitzinsen im März auf null Prozent gesenkt – führt zu sehr niedrigen Zinsen im Immobiliensektor. So kann mit Zinsen von zwei Prozent über eine Laufzeit von zehn Jahren kalkuliert werden. Wer jetzt die Möglichkeit zum Umschulden ohne Vorfälligkeit hat, spart wirklich bares Geld.

 

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„Etwa 80% sind fehlerhaft“

Prof. Dr. Julius Reiter im Interview

Finanzen.net vom 14. Mai 2016

Julius Reiter, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, über den Widerrufsjoker, den Immobilien-Kreditnehmer noch bis 21. Juni ziehen können. Wie es geht.

Wer sollte seinen ­Immobilienkredit prüfen lassen?

Prof. Dr. Julius Reiter: Insbesondere Kunden, die von 2002 bis 2010 ihren Vertrag abgeschlossen haben. Bei etwa 80 Prozent der Verträge ist die Widerrufsbelehrung ­fehlerhaft. Für die Betroffenen endet die Widerrufsfrist am 21. Juni 2016 endgültig.

Nach zehn Jahren steht Kunden doch ein gesetzliches Kündigungsrecht zu, oder?

Prof. Dr. Julius Reiter: Das stimmt, aber das Reizvolle an dem ­Widerrufsjoker ist, dass dem Kunden rückwirkend Zinsen gutgeschrieben werden. Derzeit liegen die im Schnitt bei etwa 2,5 Prozent. Bei einem erfolgreichen Widerruf entsteht ein sogenanntes gesetzliches Rückgewährschuldverhältnis. Damit muss die Vertragspartei die empfangenen Leistungen Zug um Zug zurückgewähren.

Wie gehen betroffene Darlehensnehmer am sinnvollsten vor?

Prof. Dr. Julius Reiter: Am besten lassen sie ihren Vertrag von ­einem Fachanwalt für Banken- und Kreditrecht prüfen und warten dessen Bewertung ab. In der Regel machen die Juristen das kostenlos. Stellt sich die Widerrufs­belehrung als fehlerhaft heraus, kann sich der Kunde an die Bank wenden. Meist kommt es zu einem Vergleich.

Und wenn nicht?

Prof. Dr. Julius Reiter: Dann muss der Kunde vor Gericht ziehen.
Dazu braucht er möglichst eine Rechtsschutzversicherung. 

Prof. Dr. Julius Reiter: Das ist ein Vorteil, aber es existieren so­genannte Prozessfinanzierer. Bei denen kann man einen Antrag auf eine Kostenübernahme stellen. Im Gegenzug erhalten die ein Erfolgshonorar.

Nutzen das viele Betroffene?

Prof. Dr. Julius Reiter: Die meisten Betroffenen zahlen sogar lieber selbst und behalten dafür das erstrittene Geld komplett. Sobald ein Prozess­finanzierer zahlt, können die Verbraucher ziemlich sicher davon ausgehen, dass sie vor Gericht gewinnen.

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Jetzt Kredit widerrufen!

Bundesregierung schafft Kreditwiderruf zum Juni 2016 ab

Die Bundesregierung kippt den Widerrufsfaktor mit Wirkung zum Juni 2016. Für Kreditnehmer, die im Jahre 2010 eine Immobilienfinanzierung abgeschlossen haben und den Kredit widerrufen möchten, läuft die Frist. Falls Sie einen Immobilienkredit aufgrund einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung widerrufen möchten, ist es wichtig zeitnah zu handeln, wenn der Kredit widerrufen werden soll.

Die gesetzliche Neuregelung fällt besonders streng für den Zeitraum zwischen 2002 und 2010 aus. Kreditverträge, die in diesem Zeitraum abgeschlossen wurden, weisen mit ca. 80 Prozent eine extrem hohe Fehlerquote auf. Immobilienkredit aus diesem Zeitraum sind besonders angreifbar und bieten die Möglichkeit, auch heute noch den Kredit widerrufen zu können. Das bedeutet, dass die Bank Sie aus dem Kreditvertrag entlassen muss und Sie die Möglichkeit haben, den derzeit aktuell niedrigen Zinssatz für eine Umschuldung zu Ihren Gunsten zu nutzen.

Kredit widerrufen und Vorteile sichern!

Die Rückabwicklung des Kreditvertrages bedeutet zudem, dass Kreditnehmern Kunden eine Entschädigung für in der Vergangenheit zu viel gezahlte Zinsen leisten müssen. Dadurch wird in vielen Fällen die Restschuld um mehr als zehn Prozent reduziert. Diese vollständige Rückabwicklung ist oft nur auf dem Klageweg zu erreichen. Die Erfahrung zeigt, dass Kreditinstitute Kunden aus den Verträgen aussteigen lassen, wenn eine fachanwaltliche Vertretung erfolgt. Ohne den Rechtsweg einzuschlagen, können Kunden den Kredit widerrufen und eine außergerichtliche Einigung erwirken. Kunden können in diesen Fällen den Kredit widerrufen, verzichten auf die Entschädigungszahlung, kommen jedoch in den Genuss von wesentlich niedrigeren Zinsen. Das lohnt sich besonders dann, wenn die Zinsbindung des Darlehens noch über Jahre läuft.

Zeit ist Geld

Kunden, die ihren Kredit widerrufen möchten, sollten schnell handeln und den Darlehensvertrag anwaltlich prüfen lassen, um die Frist bis Juli 2016 zu nutzen. Die Fehlerhaftigkeit der Widerrufsbelehrung in bestehenden Kreditverträgen ist ein Grund, um den Kredit widerrufen zu können und eine Rückabwicklung zu erwirken. Eine Immobilienfinanzierung kann dann die Zinslast verringern. Allerdings setzt das neue Gesetz eine Frist bis zum Juni 2016.

Termine zu unseren kostenlosen Infoveranstaltungen geben wir regelmäßig auf unserer Homepage unter http://baum-reiter.de/veranstaltungen/ oder auf unserer Facebookseite bekannt.

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Gerhart Baum zum Bundestrojaner

Das Bundeskriminalamt hat einen eigenen Trojaner entwickelt, der nun genehmigt wurde. Die Verfassung müsse trotzdem respektiert werden und erlaube nicht jeden Zugriff auf die Privatheit, sagte der ehemalige Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) im DLF. Die technische Verwirklichung sei mit Blick auf den Schutz der Privatsphäre zweifelhaft.

Interview mit Gerhart Baum

im Deutschlandfunk von Jasper Barenberg

 

Brauchen unsere Sicherheitsbehörden Instrumente wie den Staatstrojaner, um Straftaten zu verfolgen und Gefahren abzuwehren?

Gerhart Baum: Ja, unter engen Voraussetzungen ist das nur möglich. Das heißt also, die Verfassung muss respektiert werden, und die Verfassung erlaubt nicht jeden Zugriff auf die Privatheit, nur unter engen Voraussetzungen. Vor allen Dingen erlaubt die Verfassung nicht, dass bei dieser Gelegenheit in dem hoch sensiblen Bereich des Computers, der ja für uns ein ausgelagertes Gehirn ist, alle möglichen anderen Informationen mit erfasst werden. Das ist ja die große Gefahr, dass die Technik nicht beherrscht werden kann und nicht beschränkt werden kann auf diesen Fall der Quellen-TKÜ, also auf die Telefongespräche, die Skype-Gespräche vor der Verschlüsselung. Das ist unsere Sorge.

Das BVG hat den Einsatz von Überwachungssoftware erlaubt?

Gerhart Baum: Ja, das ist erlaubt worden. Das hat mich erstaunt, das ist eine Ausnahme. Allerdings hat das Verfassungsgericht bei gleicher Gelegenheit gesagt, dass sichergestellt sein muss, dass nur laufende Kommunikationsvorgänge erfasst werden und nicht auch andere Daten auf dem Rechner, und das muss technisch sichergestellt sein. Und da haben Informatiker Zweifel, ob man so eine Technologie überhaupt hat, die nur sich beschränkt auf diese Kommunikationsvorgänge und nicht auf andere. Auf jeden Fall muss der Staat genau wissen, was er mit dem Trojaner bewirkt, ob er mehr bewirkt als nur die Information, die erlaubt ist.

Sie waren immer skeptisch bzgl. des Funktionsumfangs dieser Software?

Gerhart Baum: Das ist bisher zweifelhaft gewesen. Es darf nicht passieren, dass bei dieser Gelegenheit überwacht wird, was der Nutzer sonst an seinem Rechner tut. Im Grunde muss uns dargelegt werden, uns den Bürgern, dass das BKA diese Vorgabe respektieren kann. Wir haben nach wie vor unsere Zweifel – wir, das sind diejenigen, die diese Verfassungsbeschwerde gegen das BKA-Gesetz eingereicht haben, die im April durch ein Urteil beschieden werden soll -, wir haben Zweifel dahingehend, kann der Gesetzgeber eine Befugnis schaffen, deren technische Verwirklichung aus unserer Sicht sehr zweifelhaft ist. Und es kann doch nicht sein, dass das BKA allein darüber entscheidet, ob die verfassungsrechtlichen Vorgaben erfüllt sind. Wer kontrolliert das denn?

Wer sollte es kontrollieren?

Gerhart Baum: Einmal muss im Allgemeinen offengelegt werden, was geschieht, und dann gibt es ja Datenschutzbeauftragte, die das prüfen müssen. Und dann gibt es eine weitere sehr relevante Frage: Wie wird der Kernbereich privater Lebensgestaltung geschützt, auf den der Staat niemals zugreifen kann. Dazu sind die Regelungen bisher viel zu schwach.

Was ist mit der Trennung zwischen Überwachung der laufenden Kommunikation und der sog. Online-Durchsuchung?

Gerhart Baum: Es muss getrennt werden können und es darf auch nicht so sein, dass zunächst was erfasst wird, das die Intimsphäre berührt und dann irgendwie gelöscht wird. Es darf überhaupt nicht erfasst werden. Und die Zweifel richten sich dahin, ob so etwas überhaupt möglich ist. Der Staat wird ja hier zum Hacker. Das ist das Problem. Hat er eine eigene Hacker-Technologie, oder kauft er sie von Kriminellen, um Sicherheitslücken auszunutzen, oder fordert er sogar Unternehmen auf, wie jetzt Apple unter Druck ist, diese Hintertüren zu offenbaren, die dann allerdings nicht nur dem Staat offen stehen, sondern auch anderen, zum Beispiel Kriminellen. Eine hoch komplizierte Situation und ich frage mich, warum wartet eigentlich nicht das BKA, bis das Urteil im April verkündet wird. Dann bleibt immer noch eine deutliche Bringschuld: Wir müssen klar darüber informiert werden, was geschieht und wie die verfassungsrechtlichen Grenzen eingehalten werden.

Und die Genehmigung durch einen Richter?

Gerhart Baum: Ja, ja, das kenne ich alles. Diese Kautelen kennen wir immer. Da wird immer ein Richter ins Feld geführt. Ich möchte genau wissen, dass mit diesem Trojaner kein Missbrauch getrieben werden kann, und das ist mein Grundrecht auf Gewährleistung und Vertraulichkeit der Integrität informationstechnischer Systeme. Das ist dieses weitreichende Grundsatzurteil von 2008: Ich, der Bürger, muss mich darauf verlassen können, dass die Technik einwandfrei funktioniert und nicht gegen mich arbeitet. Ich kann das nicht beurteilen, ich kann die Technik nicht beherrschen, ich kann mich nicht selbst schützen, wie ich mich auch nicht gegenüber Smartcards, Smart-TV oder SmartHome schützen kann. Dieser Schutz muss mir deutlich nachgewiesen werden und ich habe meine Zweifel, ob dieses staatliche Hacking vor dem Hintergrund dieses Grundrechts richtig und nachhaltig ist, nach wie vor.

Was ist die Alternative, wenn es darum geht, Straftäter nicht straffrei im Internet ihre Straftaten vorbereiten zu lassen?

Gerhart Baum: Ja, das ist eine sehr ernste Frage. Es darf nicht alles benutzt werden, was möglicherweise hilft. Ich komme noch einmal zurück auf den Computer. Der Computer ist ein intimer Bereich für jeden Menschen, der über sehr viele Dinge Auskunft gibt, und der darf nicht angebohrt werden, unter keinen Umständen, weil sonst das Vertrauen in das, was wir auf unserer Festplatte, auf unserem Computer speichern, verloren geht. Da tröstet mich überhaupt nicht, dass die NSA das versucht. Sie setzt sich ja über unsere verfassungsrechtlichen Grenzen hinweg. Wir sind hier in Deutschland und haben es mit unseren Behörden zu tun, und von denen erwarte ich, dass sie respektieren diese Empfindsamkeit des Computers, mit dem man sehr schnell ein Persönlichkeitsprofil herstellen kann, zum Beispiel den kompletten Mail-Verkehr rekonstruieren kann seit Jahren, das Surf-Verhalten, Fotos, Tagebücher und so weiter. Das ist die Grenze und die Grenze darf nicht überschritten werden. Sonst geben wir uns auf, nicht wahr. Sonst ist die verfassungsrechtliche Hürde des Schutzes der Menschenwürde weg.

Würden Sie zum Schutz der Privatsphäre in Kauf nehmen, dass bestimmte schwere Straftaten eben nicht ermittelt werden können oder bestimmte Gefahren eben nicht rechtzeitig erkannt werden?

Gerhart Baum: Ja. Ja, das ist meine Position, und bisher hat sich das BKA offenbar auch daran gehalten und hat gesagt, bisher können wir das nicht sicherstellen, und hat darauf verzichtet. Sie sind ja diesem Gedanken durchaus gefolgt. Wenn das jetzt anders ist, dann möchte ich das dargelegt bekommen. Das ist ein sehr empfindsamer Lebensbereich, um den es hier geht. Das ist die Zukunft. Die Internet-Kommunikation wird alle Lebensbereiche erfassen. Und wenn wir die öffnen, dann sind wir schutzlos ausgesetzt einer Ausspähung unserer Privatheit. Das darf nicht sein und das hat das Gericht unmissverständlich festgelegt.

 

Quelle: Deutschlandfunk

Das Gespräch führte Jasper Barenberg.

 

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Generation Y will bei Beratung vor allem Zeit gewinnen

Professor Julius Reiter vom IFS Institute for Strategic Finance sieht die Gen Y als wichtige Beratungskunden von morgen.

Interview mit Prof. Dr. Julius Reiter

in Fonds Professionell online vom 06.01.2016

Die heute 18- bis 35-Jährigen ticken in der Geldanlage ganz anders als ihre Eltern. Professor Julius Reiter vom IFS Institute for Strategic Finance in Essen, erklärt, wie Berater sich diese spannende Kundengruppe erschließen können.

Ist die Generation Y eine interessante Klientel für Finanzberater?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Auf jeden Fall. Unsere Studien haben gezeigt, dass gerade die „Young Professionals“, also diejenigen, die bereits den ersten Job angetreten haben, meist hochqualifiziert sind. Ihre fundierte Ausbildung eröffnet ihnen gute Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten. Außerdem sind viele Young Professionals Kinder der heute etwa 70-Jährigen, die in den kommenden Jahren ihr Vermögen auf die Erben übertragen werden. Die Kombination aus hohem eigenen Einkommen und Erbe macht die Young Professionals für Finanzberater und -vermittler zu spannenden Kunden.“

Unterscheidet sich die Gen-Y auch bei Geldanlagen signifikant von Gen-X?

Prof. Dr. Julius Reiter:  „Ja. Unsere jüngste Studie hat ergeben, dass sich 60 Prozent der Young Professionals bei Bankgeschäften und in der Geldanlage nicht von einem Profi beraten lassen. Und das Vertrauen gegenüber Beratern nimmt weiter ab. Zehn Prozent der Befragten suchen sich stattdessen Rat in ihrem persönlichen Umfeld. 67 Prozent der Young Professionals kaufen Finanzprodukte über das Internet. Dabei treffen sie auch durchaus richtige Entscheidungen, denn die meisten verfügen über ein gutes Finanzverständnis. Ein großer Pluspunkt ist, dass etwa 70 Prozent der Befragten, die Beratung in Anspruch nehmen, ihren Berater weiterempfehlen, wenn sie mit ihm zufrieden sind.“

Wie können Finanzberater die jungen Kunden erreichen?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Ohne eigenen Online-Auftritt funktioniert das natürlich überhaupt nicht mehr. Dieser sollte am besten ein Tool vorsehen, in das ein Interessent gleich beim ersten Kontakt alle wichtigen persönlichen Daten und Details eingeben kann. Bei komplexen Produkten ist potenziellen Kunden zwar klar, dass sie später mit dem Finanzprofi Kontakt aufnehmen müssen. Aber dann erwarten sie bereits ein gut kalkuliertes Angebot. Die meisten jungen Leute versprechen sich von einem Berater nicht zuletzt einen klaren Zeitgewinn. Sie legen im Durchschnitt 200 Euro pro Monat zurück. Ganz anders als ihre Eltern investieren sie dabei breit in unterschiedliche Anlageformen. Einer solchen Klientel muss ich als Berater vor allem zwei Dinge bieten: eine breite Produktpalette und einen Wissensvorsprung.“

Also müssen die Berater den Young Professionals immer einen Schritt voraus sein?

Prof. Dr. Julius Reiter:  „Unbedingt. Die jungen Leute sind in Finanzdingen so gebildet und informiert, dass sie es als K.o.-Kriterium werten, wenn ihnen ein Berater etwas erklärt, was sie selbst längst wissen. Doch mit einem guten Fachwissen allein ist es nicht getan. Der Trend geht zur Allfinanz-Beratung. Wer in eine ganze Bandbreite von Anlageprodukten investiert, möchte natürlich alle Infos von einem Finanzprofi bekommen, wenn er Rückfragen hat. Geldinstitute haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt. Sie bieten ganzheitliche Finanzberatung an, für die Teams mit Experten aus vielen Produktsegmenten zur Verfügung stehen. Doch das ist für die Gen Y auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Sie wünschen sich eine unabhängige Beratung über viele Anlageklassen hinweg.“

 

Quelle: Fonds Professionell Online vom 06.01.2016

 

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Baukredit widerrufen

Letzte Chance für den Widerrufsjoker

Prof. Dr. Julius Reiter in der WirtschaftsWoche vom 20. Oktober 2015

Unklare Klauseln bei alten Baufinanzierungen ermöglichen vielen Hausbesitzern den vorzeitigen Wechsel in einen billigeren Kredit. Jetzt will Berlin diesen Widerrufsjoker stoppen. Betroffene sollten handeln.

Wie bemisst sich der Streitwert bei einem Kreditwiderruf?

Prof. Dr. Julius Reiter:  „Wir haben deshalb die Restvaluta von Anfang an als guten Kompromiss gesehen und dabei bis vor Kurzem auch nie Probleme mit den Rechtsschutzversicherungen gehabt.“

Einige Gerichte setzen seit Ende 2014 als Streitwert nicht mehr die Kreditsumme, sondern lediglich die Zinsersparnis an. Welche Folgen hat das für die Verbraucher?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Es lohnt sich in solchen Fällen schlicht nicht, den Fall zu übernehmen“ … „Da kommen schnell Dutzende Arbeitsstunden zusammen.“

Die Rechtsschutzversicherungen setzen seit einigen Monaten meist niedrigere Streitwerte an. Wie beurteilen Sie das?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Das hat den Anschein einer konzertierten Aktion der Versicherer und wirft meines Erachtens kartellrechtliche Fragen auf.“

Der Sinneswandel geht auf ein Schreiben des Versicherungsverbandes GDV zurück, in dem der GDV entsprechende Urteile auflistet.

Prof. Dr Julius Reiter: „Es handelt sich aber nur um ausgewählte Urteile, in denen die Gerichte einen niedrigen Streitwert angesetzt haben. Die Mehrzahl der Entscheidungen wird dabei ausgeblendet.“

Welche Folgen hat der Streit zwischen Versicherern und Anwälten für die Verbraucher?

Prof. Dr. Julius Reiter: „Das schreckt einige ab, ihr Recht durchzusetzen“ … „Banken agieren seit einigen Wochen spürbar restriktiver – vor allem bei Widerrufsklauseln, über die der BGH noch nicht entschieden hat.“

Die Rechtslage ist allerdings meist eindeutig, so dass die Verbraucher mittels Kreditwiderruf ein enormes Einsparpotenzial nutzen können. Das Kostenrisiko lässt sich mit „Vergütungsvereinbarungen“ eingrenzen, bei denen Anwälte beim Kreditwiderruf nur die Kosten in Rechnung stellen, die von den Versicherern übernommen werden.   

Prof. Dr. Julius Reiter: „Wir bieten den Versicherern in solchen Fällen an, in der Klageschrift zugleich die unterschiedlichen Auffassungen zum Streitwert zu erläutern“ … „Dann entscheidet das Gericht nicht nur über den Widerruf, sondern auch über den Streitwert.“

 

Quelle: WirtschaftsWoche vom 20. Oktober 2015

Der Artikel in der WirtschaftsWoche stammt von Daniel Schönwitz

 

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